Zwei tennisbegeisterte Fans machten sich auf den Weg nach Wien in die Marx Halle, um im Rahmen der Erste Bank Open den Tennisprofis beim Training aus nächster Nähe auf die Finger, Schläger, Beine … und natürlich auf den Ball zu schauen.
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Mission Alcaraz

Bereits bei unserem Besuch im vergangenen Jahr durften wir mit Jannik Sinner, Alexander Zverev, Lorenzo Musetti und einigen weiteren Spielern aus den ATP Top 100 echte Größen des Tennissports bei ihren Trainingsroutinen beobachten. Wir staunten über die Geschwindigkeit, Intensität und Präzision, mit der die gelben Bälle übers Netz geschlagen werden – immer mit dem Ziel, dem Gegner den entscheidenden Punkt abzuringen.
Heuer hatten wir ein ganz besonderes Ziel vor Augen: Nachdem bekannt wurde, dass Carlos Alcaraz beim Turnier antreten würde, wollten wir diesen Tennisstar unbedingt einmal live erleben.
Am „Practice Court“ konnten wir zunächst eine Trainingseinheit von Alexander Zverev mit Cameron Norrie verfolgen. Dabei wurden nahezu alle erdenklichen Spielsituationen durchgespielt. Besonderes Augenmerk lag auf Aufschlag und Return, die entsprechend intensiv und ausgiebig trainiert wurden.
Am „Fairplay Court“ verkürzten uns anschließend Matteo Berrettini, Martin Landaluce, Ignazio Buse und Tomás Martín Etcheverry mit tollem Tennis die Wartezeit auf den eigentlichen Hauptact des Abends.
Dann war es endlich so weit: Carlos Alcaraz und sein Team betraten unter tosendem Applaus den Court. Sein Trainingspartner an diesem Abend war Grigor Dimitrov.
Nach dem Aufwärmen und der Vorbereitung hinter den Kulissen ging es auch schon mit voller Intensität zur Sache. Unter den wachsamen Augen der Trainer, die sich während der Übungen immer wieder direkt auf dem Platz befanden, wurden sämtliche Schlagvarianten trainiert und unterschiedliche Spielsituationen ausprobiert.
Auch bei dieser Trainingseinheit stand die wohl entscheidende Kombination im Mittelpunkt: der Aufschlag und der darauffolgende Return. Zwischen den intensiven Übungsblöcken gab es immer wieder kurze Verschnaufpausen, zudem wurden regelmäßig die Seiten gewechselt.
Zum Abschluss folgten noch ausgespielte Punkte, die einem echten Match bereits erstaunlich nahe kamen. Dabei war nochmals eine deutliche Steigerung gegenüber dem freien Schlagtraining zu erkennen. Beide Protagonisten zeigten auch im Training vollen Einsatz, kämpften um jeden Ball und machten deutlich, dass hier nichts verschenkt wird.
Das Publikum bedankte sich für die beeindruckende Tennis-Show mit großem Applaus. Anschließend nahmen sich beide Spieler entlang der Banden noch Zeit für Autogramme und Selfies mit den Fans.
Von unserer Tribünenposition aus hatten wir während der gesamten Trainingseinheit zwar einen hervorragenden Blick auf das Geschehen, doch eine der begehrten Trophäen in Form eines Autogramms oder Selfies konnten wir leider nicht ergattern.
Als Carlos Alcaraz mit seinem Team den Platz verließ, setzte sich die gesamte Fangemeinde in Bewegung. Jeder wollte noch irgendwie an ein Autogramm oder ein gemeinsames Foto kommen. Gut abgeschirmt von den Bodyguards erreichte der Tennisstar schließlich die Players Lounge – und konnte dort vermutlich endlich wieder einmal frei durchatmen.
In der Marx Halle kehrte allmählich Ruhe ein. Mit dem Abgang des Stars verließ auch der Großteil des Publikums die Location. Auch wir brauchten zunächst eine kurze Verschnaufpause, um die vielen Eindrücke dieses Abends sacken zu lassen.
Doch irgendwie hatten wir noch eine Vorahnung. Deshalb positionierten wir uns kurzerhand nochmals beim Durchgang zur Players Lounge.
Nach kurzer Wartezeit war plötzlich aufgeregtes Kreischen von einigen weiblichen Fans zu hören: Carlos war gemeinsam mit seinem Betreuerteam wieder zu sehen und steuerte den Ausgang an.
Sichtlich überrascht, dass tatsächlich noch Fans auf ihn warteten, hielt er kurz inne, änderte seine Richtung und kam auf uns zu. Ganz ruhig und gelassen, stets mit einem Lächeln auf den Lippen, erfüllte er noch einige Autogramm- und Selfiewünsche, bevor er die Marx Halle endgültig verließ.
Mit diesem unerwarteten Highlight zum Abschluss hatten wir wirklich nicht gerechnet!
Zufrieden, begeistert und voller Eindrücke machten wir uns schließlich auf den Heimweg.
Mission erfüllt – „glaubandich“!
Mein Tipp
Wer sich für Spitzentennis begeistert und die besten Spieler der Welt einmal live und aus nächster Nähe erleben möchte, sollte sich die Erste Bank Open in der Marx Halle nicht entgehen lassen. In lockerer Atmosphäre und zu vergleichsweise günstigen Konditionen lässt sich hier Tennis auf höchstem Niveau hautnah erleben.
Also: Augen offen halten und den nächsten Termin der Erste Bank Open vormerken!


















Franz Steininger










